Vermeidbare Naturzerstörung im Linslerfeld

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Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - bunt.saar


Der pos­i­tive Teil der neuesten Nachricht zum Naturz­er­störungsvorhaben Linsler­feld ist, dass die die Lan­desregierung die Gemeinde Über­her­rn bei der Verbesserung der Infra­struk­tur unter­stützen will – auch wenn Svolt nicht kom­men sollte.

Zugle­ich macht aber der Min­is­ter deut­lich, dass er offenkundig keinen Plan hat, was genau passieren soll, da er keine konkreten Angaben zum Förder­pro­gramm machen will. Man­gels verbindlich­er Zahl von entste­hen­den Arbeit­splätzen gibt es für den Bedarf an zusät­zlichen Woh­nun­gen kein­er­lei ver­lässliche Grund­lage. Ins­beson­dere stellt sich die Frage, ob die zukün­fti­gen Arbeit­er tat­säch­lich in Sichtweite der Fab­rik leben wollen. Bei den Äußerun­gen zur Verkehrsin­fra­struk­tur bestätigt der Wirtschaftsmin­is­ter den Ein­druck, den der Staatssekretär des Mobil­itätsmin­is­teri­ums auf ein­er DGB-Ver­anstal­tung hin­ter­lassen hat: Sozialdemokrat­en set­zen sich für einen öffentlichen Per­so­n­en Nahverkehr nur in Son­ntagsre­den ein. Der Aus­bau des Rad­verkehrsnet­zes ist zwar nett, dürfte aber nur die Rolle eines Place­bos haben.

Die fort­ge­set­zten Bemühun­gen der SPD-Lan­desregierung, alle Argu­mente gegen den Stan­dort Linsler­feld zu ignori­eren, machen deut­lich, dass man sozialdemokratis­che Wirtschaft­spoli­tik daran erken­nt, dass sie mit einem max­i­malen Schaden für die Umwelt ver­bun­den sein muss.

In Zeit­en des Kli­mawan­dels mit zunehmenden Dür­re­jahren und immer weit­er steigen­den Tem­per­a­turen ist es nicht über­raschend, dass die Grund­wasser­bil­dung im Zeitraum um rund 44% gesunken ist. Die sys­tem­a­tis­che Ver­nach­läs­si­gung der Infor­ma­tion­ser­he­bung dazu lässt auf Vor­satz schließen. Svolt hat an anderen Orten Fab­riken mit kleinerem Flächenbe­darf errichtet, insofern gibt es Alter­na­tiv­en zum Wasser­schutzge­bi­et.

Ein entschei­den­der Punkt ist offenkundig der Wasserver­brauch für die Her­stel­lung von Elek­trolyten und Küh­lung. Hier ist nicht erkennbar, dass man mit dem Unternehmen darüber gere­det hat, welche Alter­na­tiv­en es zum Ver­brauch von Frischwass­er gibt, z.B. wieder­auf­bere­it­etes Wass­er in geschlosse­nen Küh­lkreis­läufe oder bei Prozes­san­wen­dun­gen.

Bunt.saar bew­ertet das als Ver­sagen der zuständi­gen Behör­den, deren Ver­ständ­nis darin zu beste­hen scheint, unternehmerischen Vor­gaben bedin­gungs­los zu fol­gen.
Nach­dem die Fam­i­lie Boch bere­its ihren deal mit dem Land gemacht hat, bleibt nur noch die Frage, warum die Lan­desregierung alle berechtigten Argu­mente gegen diesen Stan­dort in den Wind schlägt. Die immer noch geheime Ver­trags­gestal­tung mit den Sub­ven­tio­nen in Höhe von vie­len Mil­lio­nen und den nicht definierten Kon­di­tio­nen für Svolt bei ein­er Auf­gabe des Stan­dorts lassen weit­eres unpro­fes­sionelles Han­deln befürcht­en. 

In dieser Sit­u­a­tion bleibt nur noch der Weg zu den Gericht­en, um dieses Umweltver­brechen zu ver­hin­dern. Bunt.Saar ruft die Naturschutzver­bände und alle inter­essierten Men­schen zu ein­er Finanzierungskam­pagne auf, um die Prozesse durch alle Instanzen führen zu kön­nen.

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